Das Denkmal wurde errichtet zur Erinnerung an die Schlacht bei Altenesch im Jahre 1234. Der Abwehrkampf unter Bolke von Bardenfleth, Thammo von Huntorp und Detmar vom Dieke gegen die übermächtigen Kreuzfahrerheere des Erzbischofs Gerhard II. mit seinen Verbündeten forderte auf beiden Seiten viele Tote; die Stedinger wurden vernichtend geschlagen. Heute erinnert das 600 Jahre nach der Schlacht auf dem Veithügel in Altenesch errichtete St. Veit - Denkmal an den Kampf.  
Die Schlacht bei Altenesch war keine gewöhnliche Schlacht.
Der Erzbischof von Bremen, Gerhard der 2. hatte Kreuzzug gegen die Stedinger aufgerufen.
Die Stedinger, ein Volk das sich unter widrigen Umständen ein gewisses Maß an Wohlstand und Selbstständigkeit erworben hatte und das keineswegs heidnisch war.
Die Stedinger waren Christen. Sie wollten sich nur nicht dem Bischof unterwerfen, beziehungsweise gerieten ungewollt zwischen die Fronten um die Macht in Bremen.

Und gegen diese Christen - und ich sage hier ganz bewußt Christen - führte Gerhard der 2. einen Kreuzzug.
Man wird Gerhard, dem 2. wohl keinen Schwachsinn unterstellen können. Sicherlich wußte auch er, daß die Stedinger keine Ketzer waren.
Er wußte sich nur keinen anderen Rat, um Truppen zusammenzuziehen, als den Kreuzzug zu führen. Denn aus eigener Kraft hatte er keine Chance. Das hatte er schmerzlich in den Jahren vor der Schlacht erfahren müßen.
Dieser Kreuzzug war wohl der einzige, der im Abendland geführt wurde.
Und er war ungerecht und verlogen, denn er bezichtigte die Stedinger der Ketzerei. Auch war die Schlacht unfair, weil die Stedinger gegen die Übermacht des Kreuzfahrerheeres keine Chance hatten. Alleine die Bremer hätten nichts ausrichten können.

Das Ergebnis der Schlacht war für die Stedinger vernichtend. Und dennoch ist es bis zum heutigen Tag nicht gelungen das den Stedingern wiederfahrene Unrecht aus den Köpfen der Bewohner des Stedingerlandes zu verdrängen, wie wir jedes Jahr hier am Denkmal mit unserer Gedenkfeier dokumentieren. 


Die Nobiskuhle im Ortsteil Braake bei Altenesch
Es geschah im Jahr 1478


Nach dieser Sage hat der Deichschänder Nobis (von der Stadt Bremen mit einer Kuh und einem roten Rock bestochen) bei extremem Hochwasser einen Anschlag auf den Deich bei Altenesch verübt mit der Folge, dass das Wasser mit ungeheurer Wucht durch den Deich brach.

Der ertappte Nobis wurde durch die nachfolgende Spatengerichtsverhandlung in der Weise bestraft, ihn bei lebendigem Leibe in einer mit Nägeln versehenen Tonne in das Wasserloch zu rollen.

In einer Ballade, die sich mit der Sage befasst, heißt es: "De rode Rock, de bunte Koh, de deckt mi armen Sünner to!" 
Die St. Galluskirche in Altenesch – Süderbrook

Der Bau einer dem Hl. Gallus geweihten Kirche auf dem Süderbrook wird 1299 erstmals urkundlich erwähnt. Es ist archäologisch nachgewiesen, daß das Kirchenschiff den ältesten Teil bildet, der polygonale Chor ist später angebaut worden.

Der hölzerne Turm entstand 1720.

Das vollständige Feldsteinfundament der Vorgängerkirche, die während der Schlacht bei Altenesch verbrannt wurde, ist in ca. 1,80 m Tiefe noch vorhanden.

Im Jahr 1234 hatte der Bremer Erzbischof den Papst dazu gebracht, die „garstigen" Stedinger Bauern, die aus alter Tradition keine Abgaben an die Kirche zahlen wollten, zu Ketzern erklären zu lassen. Am 27. Mai setzte ein großes Kreuzfahrerheer über die Ochtum und schlug die Stedinger vernichtend.

Die heutige St.-Gallus-Kirche soll inmitten des (oder eines) Massengrabes mit Opfern aus Bauern und Kreuzfahrern stehen.
In ihr befinden u. a. sich eine Kanzel von Ludwig Münstermann, um 1620; eine Weltgerichtsdarstellung als Wandmalerei aus dem 15./16. Jahrhundert; einen Beichtstuhl aus dem 15. Jahrhundert; eine Marienfigur, die jedenfalls über 800 Jahre alt ist und vermutlich aus der Vorgängerkirche stammt; sowie die wahrscheinlich letzte fast vollständig erhaltene Orgel des Stader Meisters Georg Wilhelm Wilhelmy von 1794.